11. Juni 2012

Behandlung verengter Blutgefäße mit weniger Nebenwirkungen

Werden verengte Blutgefäße medizinisch behandelt, könnten die Nebenwirkungen in Zukunft stark reduziert werden. Gelingen könnte das mit sogeannten Nanocontainern.

Das sind kleine, hohle Kugeln, vergleichbar mit der Hülle um unsere Körperzellen. In ihnen werden Medikamente tranportiert. Sie können die Wirkstoffe an bestimmten Stellen im Körper freisetzen.

Forscher an den Universitäten Genf und Basel haben sie nun genutzt, um Medikamente direkt an die Verengung von Blutgefäßen zu transportieren. Bisherige Therapien wirkten sich meist auf das gesamte Blutsystem aus, was bei den Patienten zu massiven Nebenwirkungen wie einem Abfall des Blutdrucks führte. Die neuartige Injektion beeinflusste nur noch die betroffenen Verengungen und nicht mehr auch die übrigen Arterien und Venen.

Die Wissenschaftler hoffen, dass sie dank der Nanocontainer neue Behandlungsmethoden für Herz-Kreislauf-Patienten finden können.

Verengte Blutgefäße, die zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen, sind heute weltweit die häufigste Todesursache.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)