12. Juni 2012
Unser Blick zurück: Heute vor 25 Jahren, am 12. Juni 1987, wurde der zentralafrikanische Diktator Jean-Bédel Bokassa zum Tode verurteilt. Bokassa hatte sich selbst zehn Jahre zuvor zum Kaiser gekrönt und sein Land, die Zentralafrikanische Republik, zum Kaiserreich erklärt. Er diente früher in der französischen Kolonialarmee und wurde nach der Unabhängigkeit Armeechef. Mitte der 60er Jahre putschte er sich an die Macht.
Bokassas Regime entwickelte sich nach und nach zu einer Gewalt- und Willkürherrschaft. Lange Zeit wurde er noch von Frankreich unterstützt. Ihm werden Folter und Mord vorgeworfen. Unter anderem ließ er demonstrierende Schulkinder erschießen. 1979 wurde er mit Hilfe französischer Truppen gestürzt, erhielt aber später in Frankreich Asyl.
1986 kehrte Bokassa in seine Heimat zurück und kam in Haft. Sein Todesurteil wurde in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt, später kam er frei. Bokassa starb 1993.
Einen ausführlichen Artikel über Bokassas Leben finden Sie auf der Seite des Magazins "Zeit".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)