12. Juni 2012

Ältere Väter vererben Kindern genetischen Schutz

Sind ältere Väter die besseren Väter? Ein Forscherteam aus den USA hat herausgefunden, dass betagte Väter ihren Kindern zumindest genetisch etwas Gutes mit auf den Weg geben: Sie vererbten ihnen längere Endkappen an den Chromosomen. Die Endkappen, also die sogenannten Telomere, schützen das Erbgut vor Schäden. Menschen mit längeren Endkappen sind oft gesünder und leben länger.

Wie die Forscher im Fachmagazin "PNAS" schreiben, wirkt sich der Vererbungseffekt auch über zwei Generationen aus: War der Großvater bei der Zeugung seines Kindes alt, hatten auch die Enkel längere Chromosom-Endkappen. Die Ursache für diesen Effekt fanden die Wissenschaftler in den Spermien. Während die Endkappen in normalen Körperzellen mit der Zeit immer kürzer werden, werden sie in Spermien immer länger. Warum das der Fall ist, dafür haben die Forscher keine Erklärung.

Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte sich eine späte Vaterschaft auf ganze Gesellschaften auswirken. Verlagere sich die Fortpflanzung nach hinten, könnte dies die Populationen länger fit halten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)