12. Juni 2012
"Wenn sich etwas geändert hat, dann mein Verständnis der Situation." Das antwortete der chinesische Künstler Ai Weiwei auf die Frage der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", was sich seit seiner Verhaftung im vergangenen Jahr verändert habe. Er selbst spreche weiter mit der Presse, twittere weiter und versuche weiter an seinen Recherchen zu arbeiten wie vorher. Es gebe aber nach wie vor keine Anzeichen dafür, dass die Regierung politische Reformen wolle. Doch ohne die, so meint Ai Weiwei, werde es in China ein Desaster geben. Diejenigen, die Macht und Geld hätten, schickten ihre Kinder in den Westen zur Schule und brächten ihr Geld ins Ausland. Die Probleme ließen sie zurück. Es gebe immer noch keine Vision und keinen Mut.
Ai Weiwei wurde international durch Austellungen und Filme bekannt. Im April vergangenen Jahres wurde er verhaftet und erst Monate später gegen Kaution freigelassen. Ein Film über Ai Weiwei mit dem Titel "Never sorry" läuft am Donnerstag in den Kinos an.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)