12. Juni 2012
Weil immer mehr Menschen von Demenz betroffen sind, wird rund um die Erkrankung auch viel geforscht. Biochemiker der Universität Bielefeld haben jetzt in Tierversuchen einen Gen-Defekt entdeckt, der eine spezielle Form von Demenz auslösen kann. Die Forscher hatten Mäuse untersucht, bei denen ein bestimmtes Enzym namens Arylsulfatse G nicht richtig funktionierte. Die Tiere hatten dann Lern-, Gedächtnis- und Koordinationsschwierigkeiten. Mithilfe eines künstlich hergestellten Enzyms konnten die Symptome behandelt werden.
Die Forscher haben den Gen-Defekt bislang nur bei Mäusen feststellen können, allerdings gehen sie davon aus, dass auch Menschen darunter leiden. Sie suchen jetzt an Kliniken nach Patienten, die von dieser seltenen Krankheit betroffen sein könnten. Das soll bei der weiteren Forschung rund um Demenz-Erkrankungen helfen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)