12. Juni 2012
Auch für Bankräuber kann es hilfreich sein, Statistik zu beherrschen.
Britische Forscher haben die Zahlen des Bankenverbandes des Landes zu Überfällen untersucht und dabei festgestellt, dass es ein Trugschluss ist, einen erfolgreichen Bankraub mit einem Sechser im Lotto gleichzusetzen. Denn ihre Auswertung zeigt: Verbrechen lohnen sich meist nicht. Demnach werden bei einem Bankraub durchschnittlich nur 25.000 Euro erbeutet. Die müssten aber oft geteilt werden - so dass jedem Beteiligten gerade 15.700 Euro blieben. Das sei weniger als Briten ohne kriminelle Ader in sechs Monaten verdienten.
Dazu kommt: Bei jedem dritten Überfall werde gar kein Geld erbeutet. Wer versuche, sein Durchschnittseinkommen in die Höhe zu treiben, könne statistisch gesehen nach vier Überfällen für längere Zeit gar kein Geld ausgeben, weil er im Gefängnis lande. Die britischen Forscher kommen deshalb zu dem Schluss, dass der Karriereweg Bankräuber ein meist sehr schlecht bezahlter ist.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)