12. Juni 2012

Oxford-Ökonom: Bildungsausgaben sollten als Investitionen zählen

"Meine Generation, die Alten, wird fast überall verschont". Das sagt der britische Ökonom Tony Atkinson von der Universität Oxford in der "taz" über die Folgen steigender Staatsdefizite. Gleichzeitig werde zugelassen, dass die Jugendarbeitslosigkeit in einigen Ländern 50 Prozent erreiche. Der 67-jährige Volkswirt schlägt vor, europaweit eine Kindergrundsicherung einzuführen. Außerdem müssten Bildungsausgaben als Investitionen zählen und von Sparprogrammen ausgenommen werden.

Atkinson meint, anders als in der Wirtschaftskrise 1929 hätten bei der aktuellen Finanzkrise die obersten Einkommensgruppen kaum verloren. Betroffen sei diesmal die Mittelschicht. Das liege an veränderten Kapitalmärkten: 1929 sei nur eine Minderheit an der Börse aktiv gewesen, heute seien viele Menschen indirekt den Aktienmärkten ausgesetzt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)