12. Juni 2012

Universitätsrektor: Aufmerksamkeit für "Eliteuniversitäten" größer als finanzielle Dimensi

"Die finanzielle Dimension der Exzellenzinitiative ist beschränkt." Das sagt der Rektor der Universität Duisburg-Essen, Ulrich Radtke, in der "taz". Die Zeitung sprach mit ihm und dem Präsidenten der Freien-Universität Berlin, Peter-André Alt. Der Hintergrund: Ende der Woche wird bekannt gegeben, welche deutschen Unis einen Teil von insgesamt 2,7 Milliarden aus der dritten Runde der Exzellenzinitiative bekommen.

Radtke meint: Die mediale Aufmerksamkeit stehe in keinem Verhältnis zu den verteilten Summen. Gerade im Ausland sei der mit der Förderung verbundene Titel "Eliteuniversität" entscheidend. Er selbst habe beispielsweise in China erlebt, dass sich alle vor allem mit Professoren von Eliteuniversitäten unterhalten wollten. Alt bestätigt, das Prädikat "Exzellenzuniversität" sei ein Türöffner: Damit bekomme man beim Präsidenten einer Top-Hochschule im Ausland viel leichter einen Termin.

Die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern ist ein Förderprogramm für die Forschung an deutschen Hochschulen. Unis können zum Beispiel eine Unterstützung für Graduiertenschulen beantragen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)