12. Juni 2012

Syriens Herrscherpaar beschäftigte offenbar westliche PR-Berater

Sie sei eine modebewusste und weltoffene Frau. So porträtierte die Zeitschrift "Vogue" in den USA im März 2011 Asma al-Assad, die Frau des syrischen Machthabers Baschar al-Assad. Kurz danach begann die Niederschlagung der Proteste von Regierungsgegnern in dem Land. Die "New York Times" berichtet, das Präsidentenpaar habe Werbeagenturen in den USA und Europa beschäftigt, um positiv in den westlichen Medien dargestellt zu werden. So hätten sie eine Londoner Agentur zu Rate gezogen - kurz darauf seien mehrere Artikel über Asma al-Assad erschienen, unter anderem in der Illustrierten "Paris Match".

Eine New Yorker PR-Agentur bestätigte jetzt der "Deutschen Presse-Agentur", die syrische Präsidentengattin habe sie für "logistische Absprachen" mit der US-"Vogue" bezahlt. Die hat den Artikel vor einiger Zeit online zurückgezogen. Chefredakteurin Anna Wintour verurteilte am Wochenende in einer Erklärung das grausame Vorgehen des syrischen Regimes gegen die eigene Bevölkerung.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)