12. Juni 2012
Arbeiten - statt spielen. So sieht der Alltag für viele Kinder zwischen fünf und 14 Jahren weltweit aus. Hier ein Hintergrund anlässlich des heutigen Tages gegen Kinderarbeit, der vor zehn Jahren ins Leben gerufen wurde. Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation ILO sind weltweit 215 Millionen Kinder gezwungen, zu arbeiten - teilweise bis zu 16 Stunden am Tag. Für die Hälfte sei die Lage besonders gefährlich, weil sie von Prostitution lebten, Drogenschmugel oder als Kindersoldaten. Besonders betroffen seien Kinder in ländlichen Regionen, von Wanderarbeitern sowie von indigenen Völkern.
Die Experten der ILO erklären, die Arbeit bedeute nicht nur eine Verletzung der Grundrechte, sondern auch ein Entwicklungshemmnis. Denn ohne Ausbildung hätten die Kinder keine Chance auf einen Ausweg aus der Armut. Im Jahr 1999 hatten 173 Länder weltweit ein Abkommen unterschrieben, in dem sie sich verpflichten, Programme gegen Kinderarbeit zu starten. Dem sind aber nach Angaben der ILO nicht alle Staaten ausreichend nachgekommen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)