12. Juni 2012
Krankenhäuser und guter Schlaf schließen sich meistens aus. US-Mediziner von drei Krankenhäusern, die mit der Universität Harvard zusammenarbeiten, haben jetzt untersucht, was genau - neben der Krankheitssituation - den Schlaf stört. Sie setzten Probanden in einem Schlaflabor verschiedenen typischen Geräuschen aus, die sie auf Krankenstationen aufgezeichnet hatten. Dazu gehörten zum Beispiel Alarmsignale, Gespräche auf dem Flur und der Lärm eines Hubschraubers.
Die Wissenschaftler schreiben im Fachmagazin "Annals of Internal Medicine", am häufigsten seien die Versuchspersonen durch elektronische Geräusche wie den Alarm wach geworden. Selbst wenn sie die Schlafstörung nicht bewusst wahrgenommen hätten, habe sich ihre Herzfrequenz erhöht. Das häufige Erwachen könne die Genesung von Patienten gefährden. Die Forscher schlagen deshalb vor, Krankenzimmer besser zu isolieren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)