12. Juni 2012
Ein Klick - und man ist auf einer Pornoseite gelandet. Für Erwachsene vielleicht kein Problem, aber wie gehen Jugendliche damit um? Verändert sich durch den leichten Zugang zu Pornos ihr eigenes Bild von Sex?
Die Zeitschrift "Psychologie Heute" berichtet von einer Studie des Hamburger Instituts für Sexualforschung. Die Wissenschaftler befragten 160 Schüler zwischen 16 und 19 Jahren zu ihrem Umgang mit Pornos.
Das Ergebnis: Mädchen nutzten sie seltener und suchten nicht aktiv danach. Auch werteten sie Pornos als unrealistisch oder frauenfeindlich. Das sahen auch die Jungen so, allerdings gab ein Drittel von ihnen an, häufig Pornos geschaut zu haben. Ihnen gehe es dabei vor allem darum, den eigenen Horizont zu erweitern.
Die Forscher geben Entwarnung: Die Ergebnisse zeigten, dass die Jugendlichen durch Pornos nicht sexuell "verwahrlosten". Die Pornos dienten selten als Vorlage für eigene Praktiken, die Jungen verlören irgendwann meist das Interesse - etwa, wenn sie genug gelernt oder eine eigene Freundin hätten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)