12. Juni 2012

Bergbau-Universitäten aus aller Welt planen die "Rohstoffwende"

Wenn sie sich am Ende selbst abschafften, wären sie vermutlich zufrieden. 58 Bergbau-Universitäten aus 39 Ländern haben sich zum "Weltforum für Nachhaltigkeit" zusammengeschlossen. Der Rektor der federführenden Freiberger Bergakademie, Bernd Meyer, nannte als Ziel des Forums, ein neues Rohstoffbewusstsein zu etablieren.

Experten zufolge müssen jedes Jahr weltweit bis zu 600 Millionen Tonnen mehr Erze, Kohle, Erdöl und Baustoffe gefördert werden, um die Grundbedürfnisse der wachsenden Weltbevölkerung zu decken. Meyer sagte, er sehe als Alternative eine vollständige Rückführung aller Wertstoffe in einem Kreislauf mithilfe erneuerbarer Energien.

Um das zu erreichen wollen die Universitäten gemeinsame Ausbildungsstandards schaffen und neue Studiengänge zu nachhaltigen Rohstoffprozessen entwickeln. Dabei sollen auch Sozial-, Umwelt- und Wirtschaftswissenschaften einbezogen werden. Das nächste Treffen des Weltforums ist für das kommende Jahr in Sankt Petersburg geplant.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)