12. Juni 2012
Ein orangefarbener Klecks Plastik könnte den Kompass ersetzen. Wissenschaftler haben organische Leuchtdioden, so genannte OLEDs, so umfunktioniert, dass sie Magnetfelder messen und anzeigen können. Die Forscher benutzten dazu einen Trick: Ein organischer Halbleiter mit negativ geladene Elektronen wurde in einen Schaltkreis integriert, der Radiowellen erzeugt. Die Elektronen reagierten auf Magnetfelder, und zwar je nach Stärke des Feldes bei unterschiedlichen Radiowellen-Frequenzen.
Solche OLED-Sensoren sind nach Angaben der Wissenschaftler deutlich billiger, kleiner und zuverlässiger als die meisten Magnetfeldmesser, die bisher eingesetzt werden. In drei Jahren, so schätzen die Forscher im Fachmagazin "Nature Communications", könnten erste Geräte mit den organischen Magnetresonanz-Magnetometern, kurz OMRM, auf den Markt kommen. Anwendungsbereiche seien die Forschung in der Physik und der Medizintechnik, aber auch Alltagsgeräte wie Handys, Festplatten oder Navigationsgeräte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)