13. Juni 2012
Jetzt noch unser Blick in die Vergangenheit. Heute vor 40 Jahren, am 13. Juni 1972, starb die Spionin Stephanie von Hohenlohe, auch genannt "Hitlers Prinzessin". Sie wurde 1891 als Bürgerliche in Wien geboren. Weil sie ein Kind von einem verheirateten Erzherzog erwartete, arrangierte der Kaiser eine Ehe mit Prinz Franz von Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst. Als Prinzessin hatte Stephanie Kontakte in höchste Kreise. Nach ihrer Scheidung wurde sie Geliebte des Hitler-Adjutanten Friedrich Wiedemann. Sie traf auch Hitler selbst, der sie "liebe Prinzessin" nannte und als Spionin einsetzte. Was Hitler nicht wusste oder in diesem Fall nicht weiter interessierte: von Hohenlohe war Jüdin.
Später ging sie mit ihrem Geliebten nach Kalifornien, wo sie inhaftiert wurde. Das FBI schrieb, die Prinzessin werde als äußert intelligent und gefährlich eingeschätzt. Als Spionin sei sie schlimmer als 10.000 Männer.
Nach dem Krieg kehrte Stephanie von Hohenlohe nach Europa zurück und arbeitete unter anderem für die Verleger Axel Springer und Henri Nannen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)