13. Juni 2012
Spätestens seit Mitte der 80er Jahre ist das Ozonloch in aller Munde. Verantwortlich für das Loch in der Schicht, die vor UV-Strahlen schützt, sind neben dem Menschen offenbar auch Vulkanausbrüche. Nach Angaben von Forschern des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung in Kiel setzen diese Eruptionen genug Brom- und Chlorgase frei, um die Ozonschicht erheblich auszudünnen. Sie hatten den Gasgehalt von 14 Ausbrüchen der vergangenen 70.000 Jahre auf dem Gebiet des heutigen Nicaragua untersucht. Dafür verglichen die Wissenschaftler Gesteinsproben vor und nach den Eruptionen. Aus der Differenz der vorhandenen Gasmenge gehe hervor, dass durchschnittlich ein Viertel der in große Höhen geschleuderten Gase die Stratosphäre erreichten. Die Forscher vermuten, dass sie sich dort bis in die Polarregionen verteilen und den Abbau des Ozons fördern.
Ziel sei es nun herauszufinden, wie groß der tatsächliche Schaden ist, den die vulkanischen Gase in der Vergangenheit verursacht haben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)