13. Juni 2012

Seltene Hirnpräparate durch Temperaturabfall zerstört

Hirn braucht Kälte. Jedenfalls wenn es sich um Präparate handelt. In der größten Sammlung von menschlichen Gehirnen in Harvard hat jetzt das Versagen der Gefrierschränke für einen Skandal gesorgt. Obwohl die Geräte eine Temperatur von -79 Grad Celsius anzeigten, waren im Inneren bereits Plusgerade erreicht. Das zerstörte für die Forschung wichtige Exemplare - darunter eine seltene Sammlung von 53 Gehirnen von Spendern mit Autismus. Die Universität kündigte interne Untersuchungen an.

Eine gute Nachricht gibt es aber dennoch: Zahlreiche Forschungsinformationen zu den Organen konnten gerettet werden. Denn ein Großteil der Präparate war halbiert worden. Ein Teil landete in den Gefrierschränken, der andere wurde in Formaldehyd konserviert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)