13. Juni 2012

Disharmonische Musik weckt das Tier im Hörer

Es ist, als würden wir ein Tier aus Not schreien hören. So beschreiben Biologen der Universität von Kalifornien in Los Angeles die Wirkung bestimmter Filmmusik. Gemeint sind Stücke mit vielen Dissonanzen und Verzerrungen, wie zum Beispiel die Musik während der Duschszene im Hitchcock- Film "Psycho".

Für ein Experiment ließen die Forscher eine Reihe von Musikstücken komponieren. Ein Teil entsprach dem Genre Fahrstuhlmusik. Ein anderer Teil begann seicht und ging dann abrupt in Verzerrungen über. Die disharmonischen Stücke wurden von Probanden durchweg als emotional aufwühlender und spannender bezeichnet.

Den Forschern zufolge ist der Effekt der gleiche, wie wenn man einen Tierschrei hört. Bei der Analyse von Musik in Horrorfilmen stellten die Wissenschaftler fest, dass häufig tatsächlich Schreie von Tieren verwendet wurden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)