13. Juni 2012
Segregation - das sperrige Wort bezeichnet eine Entwicklung, die Mietern in den Innenstädten Sorgen macht und die auch Stadtplaner für problematisch halten:
Die Wohnkosten in der Stadtmitte steigen. Die Folge: Viertel großer Städte sind nicht mehr gut durchmischt, sondern teilen sich auf in ärmere und reiche Gebiete - das nennt man Segregation. Die Armen werden dabei an den Rand gedrängt. Aus Sicht des Deutschen Instituts für Urbanistik (difu) hat der Effekt in den letzen Jahren zugenommen. Das Institut bezeichnete die eigenen Erkenntnisse als alarmierend.
Eine Studie mit 19 deutschen Großstädten, darunter Berlin, Hamburg, München, Köln, Leipzig und Halle, habe ergeben, dass insbesondere die Kinderarmut sich in bestimmten Stadtteilen konzentriere. Diese lägen häufig am Stadtrand und seien meist Großwohnsiedlungen aus den 50er und 60er Jahren. Entgegen dem allgemeinen Trend sei die Kinderarmut dort im Beobachtungszeitraum 2007 bis 2009 weiter gestiegen. Insgesamt seien Städte im Norden, Westen und Osten mehr betroffen, als Städte im Süden - am stärksten sei die Entwicklung in Berlin und Bremen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)