13. Juni 2012
Geheime Atomanlagen, Bio-Forschungseinrichtungen, versteckte Flugplätze. Das ist es, was Regierungen üblicherweise auf Satellitenfotos suchen. Die russischen Behörden interessiert noch etwas anderes - nämlich Wodka.
Mithilfe von Aufnahmen aus dem All wollen sie illegale Brennereien ausfindig machen und Produzenten überführen, die mehr herstellen, als sie dürfen. Wie die Tageszeitung Izvestia berichtet, ist die Zahl der Wodka-Lizenzen im vergangen Jahr um die Hälfte gesunken. Einige Produzenten machten deshalb illegal weiter. Die Behörden hätten wiederholt auf die sehr hohen Fallzahlen von Alkoholmissbrauch in dem Land hingewiesen. Etwa eine halbe Millionen Russen stürben jährlich an den Folgen von Alkohol.
Das sei auch einer der Hauptgründe für die geringe Lebenserwartung der Russen: Sie liege noch unter der von Menschen zum Beispiel in Bangladesch oder Honduras.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)