13. Juni 2012

Asthma: Hollywood-Filme stigmatisieren Betroffene

Kinder mit Asthma sind im Film immer die Verlierer.

Ein Forscher der Universität Rutgers-Camden aus den USA hat mehr als 60 Filme ausgewertet. Dazu gehörten zum Beispiel der Animationsfilm "Toy Story 2" und der Science-Fiction-Thriller "Signs - Zeichen". Er kommt in einer Fachzeitschrift ("Medical Anthropology Quarterly") zu dem Ergebnis, dass Menschen mit Asthma in den Filmen stigmatisiert würden. So seien Charaktere mit Asthma schwächlich dargestellt oder die Atemberschwerden träten nur in Stresssituationen auf. Außerdem werde oft der Eindruck vermittelt, Asthma ließe sich einfach ausschalten, wenn nur genug Willensstärke da sei.

Der Wissenschaftler kam außerdem bei der Befragung von asthmakranken Kindern zu dem Ergebnis, dass sie sich über die Darstellung im Film ärgerten. Der Forscher fordert von der Filmindustrie, die Darstellung von Asthma in ihren Produktionen zu ändern.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)