13. Juni 2012

Französische Forscher: Stammzellen überleben tagelang nach dem Tod

Auch nach dem Tod eines Menschen überleben Stammzellen für mehrere Tage. Und ohne Sauerstoff klappt das am besten.

Diese Entdeckung melden französische Forscher in der Zeitschrift "Nature Communications". Die Wissenschafter entnahmen einer im Alter von 95 Jahren gestorbenen Frau Muskel-Stammzellen. In den 17 Tagen danach seien Millionen neuer Stammzellen entstanden. Daraus habe man neue Muskelfasern entwickeln können. Experimente hätten zudem ergeben, dass die Stammzellen ohne Sauerstoff besser erhalten blieben als mit. Sie schalteten dann in eine Art Schlafmodus - aus dem man sie problemlos wieder aktivieren könne. Diese Erkenntnis könne man in Zukunft für die Lagerung der Zellen verwerten.

Im Vergleich zu den embryonalen Stammzellen sind die adulten Stammzellen, an denen die Franzosen forschen, weniger umstritten. Jeder erwachsene Mensch bildet sie - im Fall von Verletzungen helfen sie bei der Neubildung ganz unterschiedlicher Gewebearten. Momentan gibt es zu wenig Spender. Die Erkenntnisse der französischen Forscher könnten dazu führen, dass Stammzellen auch nach dem Tod noch gespendet werden können.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)