13. Juni 2012

Türkische Behörde: Zweifel an natürlichem Tod von Ex-Staatspräsident Özal

Im Online-Lexikon "Wikipedia" steht: "Bis heute wird über die Todesursache diskutiert".

Bisher war unklar, woran der ehemalige türkische Staatspräsident Turgut Özal 1993 gestorben ist. Jetzt kommt die Staatliche Kontrollkommission zu dem Ergebnis, dass der Politiker wahrscheinlich nicht eines natürlichen Todes gestorben ist. Die Behörde war Vorwürfen nachgegangen, dass der Staatschef vergiftet worden sei.

Die Behörde fordert, dass der Leichnam exhumiert und eine Autopsie vorgenommen wird. Außerdem kritisiert sie, dass im Amtssitz damals keine Beweise gesichert wurden. Insbesondere die Familie Özals hatte immer wieder behauptet, dass er vergiftet worden sei. Das aktuelle Staatsoberhaupt Abdullah Gül hatte daraufhin die Untersuchung in die Wege geleitet.

Turgut Özal wurde nach dem Militärputsch 1980 Regierungschef. Insbesondere wegen seiner Kurdenpolitik war er umstritten. Er wollte dieses Problem nach eigener Aussage mit allen Mitteln lösen. Auch werden ihm Geheimgespräche mit der Rebellenorganisation PKK nachgesagt. Laut türkischer Medien wollte er sogar den Genozid an den Armeniern anerkennen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)