14. Juni 2012
Belgische Frauen sollen nicht länger benachteiligt werden. Zumindest, was die Weitergabe ihres Nachnamens an ihre Kinder betrifft. Das belgische Institut für die Gleichstellung von Frauen und Männern hat der Regierung eine Empfehlung vorgelegt, wonach Kinder Doppel-Nachnamen tragen sollen - bestehend aus dem Nachnamen des Vaters und dem der Mutter. Damit es keinen Streit über die Reihenfolge gibt, soll der Standesbeamte das Los entscheiden lassen oder eine alphabetische Anordnung wählen, so die Empfehlung des Instituts. Personen mit Doppelnamen sollen bei ihren Kindern wiederum wählen können, welchen ihrer beiden Nachnamen sie weitergeben. Geschwister müssten aber grundsätzlich dieselben Nachnamen in derselben Reihenfolge tragen. Eine ähnliche Regelung gibt es bereits in Spanien. In Deutschland ist es seit der Reform des Namensrechts Mitte der 90er Jahre in der Regel nicht mehr möglich, Kindern einen doppelten Nachnamen zu geben. Der Gesetzgeber wollte so lange Namensketten verhindern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)