14. Juni 2012
Brustkrebszellen wandern oft von den Brustdrüsen in die Knochen. Dass das so ist, ist schon länger bekannt. Warum diese Übersiedlung so oft auftritt, das haben jetzt Forscher des Instituts für Biomedizin in Barcelona herausgefunden. Sie machen ein Gen dafür verantwortlich, das bei gesunden Menschen wichtig für den Knochenaufbau ist.
Dieses Gen namens NOG ermögliche es den Krebszellen, in die Knochen einzudringen und dort neue Tumore zu bilden. Das Gen mache die Knochen brüchiger, indem es die Bildung von Osteoklasten reduziere. Das sind Zellen im Knochenmark, die für die Aufnahme von Nährstoffen zuständig sind. In die instabilen Knochen könnten aggressive Krebszellen dann leichter eintreten.
Ein Artikel über die Forschungsergebnisse erscheint nächste Woche im "Journal of Biological Chemistry".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)