14. Juni 2012

Nanomediziner entwickeln Krebs-Medikamente

Starke Medikamente haben meistens auch starke Nebenwirkungen. Solche Effekte so klein wie möglich zu halten, ist das Ziel der Nanomedizin. Forscher der Universität in Halle an der Saale haben eine Behandlungsmethode für Krebspatienten entwickelt, bei der Medikamente an winzige Nano-Teilchen gehängt und genau dosiert zu den Krebszellen gebracht werden.

Der Leiter des Forscherteams, Karsten Mäder, sagte der Deutschen Presse-Agentur, es habe sich gezeigt, dass für verschiedene Krankheiten unterschiedliche Größen und Formen von Nano-Teilchen sinnvoll seien. Kugelige Transporter sammelten sich zum Beispiel in Eierstöcken. Deshalb seien sie besonders gut geeignet für die Behandlung von Eierstock-Krebs. Für andere Krebstherapien könnten die Kugel-Teilchen aber gefährlich sein.

Die genauen Gefahren wollen die Wissenschaftler jetzt erforschen. Bis zur Zulassung eines Nano-Medikamentes dauert es nach ihren Einschätzungen noch zehn bis zwölf Jahre.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)