14. Juni 2012
In Deutschland gibt es viele regionale Zeitungen, aber sie schreiben alle das gleiche. So sieht jedenfalls die Tendenz aus. Der Dortmunder Medienforscher Horst Röper sagte im "Deutschlandradio Kultur", 60 Prozent der Regionalzeitungen stammten inzwischen aus den zehn größten Verlagshäusern.
Dieser Prozess der Konzentration sei schon seit Jahrzehnten zu beobachten. Neu sei aber, dass auch größere Zeitungen mit einer Auflage von mehr als 100.000 Expemplaren betroffen sein. Als jüngstes Beispiel nannte Röper den Verkauf der "Märkischen Allgemeinen" an die Madsack-Gruppe in Hannover.
Verantwortlich für die Entwicklung ist nach Ansicht von Röper unter anderem das Internet. Kleine Häuser könnten sich keine zusätzlichen Online-Mitarbeiter leisten und kooperierten deshalb mit anderen Häusern. Größter Nachteil: Die Meinungsvielfalt gehe verloren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)