14. Juni 2012
"Ich war schon hier!" So könnte die Botschaft heißen, die eine blattfressende Raupe auf einem Salatblatt hinterlässt, an dem sie schon geknabbert hat. Wie niederländische Wissenschaftler im Fachmagazin "Ecology Letters" schreiben, kommunizieren Schädlinge über chemische Signale an den von ihnen befallenen Pflanzen miteinander.
Diese Botschaften würden später auch an gleicher Stelle an nachwachsende Pflanzen weitergegeben. Die Mitteilungen beeinflussten das Verhalten der Tiere und brächten sie dazu, die entsprechenden Gewächse zu meiden oder aber gezielt auszuwählen. Entdeckt haben die Forscher diese "Mailbox-Nachrichten" bei Experimenten mit dem Jacobs-Kreuzkraut.
Im Versuch setzten sie einen Teil der Wildpflanzen unterschiedlichen Schädlingen aus. Das Ergebnis: Die Chemie der Pflanzen hatte sich je nach Schädlingsart verändert und produzierte beispielsweise weniger giftige Alkaloide. Gleiches, so die Forscher, habe man auch an den nachwachsenden Generationen des Kreuzkrautes entdeckt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)