14. Juni 2012
Hilft die Exzellenzinitiative den deutschen Hochschulen, so gut zu werden wie amerikanische Elite-Universitäten? Nein, glaubt der Historkiker Jörg Baberowski von der Humboldt-Universität Berlin. Er sagte im Deutschlandradio Kultur, was man im Rahmen der Exzellenzinitiative bekomme, entspreche der Portokasse von Unis wie Stanford oder Harvard. Außerdem zeichneten sich diese Einrichtungen nicht durch das viele Geld aus, sondern durch eine andere Struktur und Organisation.
Baberowski betonte, was ihm und seinen Kollegen als Geisteswissenschaftlern vor allem fehle, sei die Zeit zu lesen und zu forschen. Und die werde eher noch knapper durch die Initiative, weil man sehr viele Anträge schreiben müsse. Dabei wisse man gar nicht, was am Ende dabei herauskomme, Deshalb sei das ganze Projekt auch ein wenig Wissenschaftszirkus. Besser fände es Baberowski, wenn tatsächlich die schon erbrachte Leistung einer Uni belohnt würde. Im Rahmen der Exzellenzinitiative werden morgen weitere 2,7 Milliarden Euro vergeben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)