14. Juni 2012

Schweden: Twitter-Aktion des Tourismus-Verbands sorgt für Kritik

Wer könnte besser ein Bild von Schweden vermitteln als die Schweden selbst? Das dachte sich anscheinend der Fremdenverkehrsverband des Landes und startete eine Aktion bei Twitter. Dabei darf jede Woche ein anderer Bürger mit dem Konto @sweden Kurznachrichten schreiben. Das ist nun allerdings nach hinten losgegangen.

Hintergrund sind die Tweets einer 27-jährigen zweifachen Mutter. Sonja Abrahamsson hatte unter dem Namen @sweden unter anderem geschrieben, Hitler sei bis zum Zweiten Weltkrieg einer der schönsten Namen weltweit gewesen. Außerdem äußerte sie sich über Juden und schrieb beispielsweise, sie verstehe nicht, was das Problem sei - man könne Juden ja nicht einmal als solche erkennen.

Darauf sind jetzt mehrere US-Medien aufmerksam geworden. Kritik wies der Fremdenverkehrsverband zurück. Eine Pressesprecherin erklärte, man hindere die Twitterer nicht daran, ihre Meinung wiederzugeben, solange sie sich an die Gesetze hielten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)