15. Juni 2012

Gestresste Grashüpfer beeinflussen Ökosystem

Wenn der Grashüpfer Stress hat, wird das Ökosystem gestört. Das klingt absurd, aber nichts anderes wollen Forscher aus Israel jetzt herausgefunden haben. Sie haben Grashüpfer untersucht, die gemeinsam mit ihren natürlichen Feinden, den Spinnen, lebten und deshalb unter ständigem Stress standen.

Dabei stellte sich heraus, dass diese Insekten Nahrung mit mehr Kohlenhydraten fraßen als ihre ungestressten Artgenossen. Nach dem Tod gab der Körper der stressgeplagten Grashüpfer dann weniger Stickstoff ab. Den brauchen aber Mikroben im Boden, um abgestorbene Pflanzen zu kompostieren.

Das bedeutet: Gibt es in einer Gegend viele Grashüpfer, die unter Stress leben, verlangsamt sich dort die Kompostierung. Und das wiederum führt dazu, dass Pflanzen langsamer an wichtige Nährstoffe kommen und nicht so schnell wachsen. Die Studie ist im Fachmagazin "Science" zu lesen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)