15. Juni 2012
Wer will schon gerne scharfen Senf schmecken, wenn er eigentlich auf eine süße Beere eingestellt ist? Die Wüstenmäuse in der israelischen Negev-Wüste jedenfalls nicht.
Wenn sie die Früchte eines Strauches namens Ochradenus baccatus fressen, würde sie eigentlich der üble Geschmack von Senföl erwarten. Das bildet sich nämlich, sobald ein Tier auf die Samen im Inneren der Beeren beißt. Deswegen haben die Ägyptischen Stachelmäuse gelernt, das Fruchtfleisch vorsichtig von den Samen zu trennen und diese dann einfach auszuspucken.
Das berichtet ein Forscherteam aus Israel und den USA im Fachjournal "Current Biology".
Die Wissenschaftler schreiben, dass nicht nur die Mäuse von dem Verhalten profitieren, sondern auch die Pflanze. Denn zumindest im Labor keimten die ausgespuckten Samen doppelt so schnell wie die, die noch in der Beere steckten.
Über die spuckenden Mäuse gibt es auch ein Video auf Youtube.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)