15. Juni 2012

Stéphane Hessel: "Es gibt keine Vorbilder mehr"

Aus seiner Sicht gibt es derzeit kein lebendes Vorbild in Europa.

Der französische Schriftsteller Stéphane Hessel sagte der Zeitung "Die Welt", früher habe es Menschen gegeben wie Jacques Delors, Francois Mitterrand oder Willy Brandt. Jetzt sehe er aber nur jenseits des Atlantiks, in US-Präsident Barack Obama noch ein Vorbild - selbst wenn der nicht so viel erreicht habe wie erhofft.

Hessel erklärte außerdem, er könne die Empörung der Griechen gut verstehen. In Europa werde nicht genug darüber nachgedacht, wie man den Armen helfen könnte.

Mit seiner Schrift "Indignez-vous", zu deutsch: "Empört Euch" hatte Hessel Anfang 2011 Schlagzeilen gemacht. Er kritisiert darin unter anderem den Finanzkapitalismus und ruft zu zivilem Ungehorsam auf.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)