15. Juni 2012
Der Äquator des Titan galt bislang als staubtrocken. Insofern erlebten Forscher der Universität von Arizona eine Überraschung, als sie den Mond des Planeten Saturn mit Hilfe einer Raumsonde vermaßen. Auf den Infrarot-Bildern fanden sie einen 240 Quadratkilometer großen Fleck, der ihrer Meinung nach einen mindestens einen Meter tiefen See aus Methan darstellt.
Methan verdampft an der Oberfläche des Titan, bildet Wolken und regnet wieder ab, aber nur in den polaren Regionen. Am Äquator, wo Niederschläge rar sind, hätte das Wasser eines Sees also langsam verdampfen müssen. Deshalb vermuten die US-Forscher nun, dass die Äquatorseen des Titan aus dem Untergrund gespeist werden.
Und sie glauben, dass sie noch weitere Gewässer dieser Art finden werden. Denn bisher haben sie erst 17 Prozent der Äquatorzone auf dem Titan abgesucht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)