15. Juni 2012
Der Fußball ist keine wissenschaftsfreie Zone. Gerade bei Welt- oder Europameisterschaften werden regelmäßig Studien zur schönsten Nebensache der Welt diskutiert.
Beim Sportinformationsdienst "SID" ist es wieder soweit. Diesmal geht es um die Studie "Nonverbales Verhalten im Fußball" von der Deutschen Sporthochschule Köln. Demnach zahlt es sich für Fußballer aus, sich auf dem Platz wie John Wayne zu verhalten: Breitbeinig stehen, Brust raus, Kopf und Schultern heben. Das signalisiere Dominanz und damit Stärke.
Einer der Wissenschaftler der Studie erklärte, diese Ausstrahlung erzeuge unterwürfiges Verhalten beim Gegenüber und sorge für mehr Tore. Es handele sich um einen unterbewussten, aber ganz starken Effekt, der aus der Evolutionspsychologie komme. Früher sei dominantes Auftreten wichtig gewesen, um zu überleben. Heute bewirke er Einschüchterung - beispielsweise beim Torwart. Der Dominanz-Effekt gilt den Wissenschaftlern zufolge aber in jeder Spielsituation - Brust raus also auch beim Eckball oder beim Freistoß.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)