15. Juni 2012
Multiple Sklerose ist die häufigste chronisch-entzündliche Erkrankung des Nervensystems. Nach Schätzungen leiden in Deutschland zwischen 70.000 und 140.000 Menschen an MS. Die Liste der Symptome ist lang - Lähmungen, aber auch Krämpfe, Sehstörungen oder Schwindel.
Weil die Krankheit nicht heilbar ist, konzentrieren sich die Bemühungen der Ärzte darauf, die Folgen einzudämmen. Die Hoffnung, dass Cannabis helfen könnte, hat sich dabei offenbar nicht erfüllt. Britische Forscher der Universität von Plymouth kommen in der nach eigenen Angaben ersten nicht-kommerziellen Studie zu dem Schluss, dass der Wirkstoff THC nicht hilfreich ist, wenn es darum geht, die Geschwindigkeit des Erkrankungsverlaufs zu verlangsamen.
Sie hatten 500 MS-Patienten über Jahre begleitet und einem Teil von ihnen THC-Kapseln verabreicht. Zwischen der Placebo-Gruppe und der THC-Gruppe habe es am Ende keinen gravierenden Unterschied gegeben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)