18. Juni 2012
Für viele Flüchtlinge ist eine schnelle Rückkehr nicht die beste Lösung. Dieser Meinung ist Katy Long, eine Wissenschaftlerin der "London School of Economics". Normalerweise gebe es politischen Druck, die Flüchtlinge nach einem Konflikt möglichst schnell wieder zurückzuschicken. Aber in Krisenregionen wie Afghanistan sei das keine gute Idee. Eine aktuelle Studie zeige, dass bis zu 20 Prozent der zurückgekehrten Flüchtlinge wieder zu Flüchtlingen werden könnten.
Deswegen sollte die Welt laut Long akzeptieren, dass Flüchtlinge oft zu dauerhaften Migranten würden. Das Beispiel Westafrika zeige, wie man damit umgehen könne: Dort gebe es in 16 Staaten eine ähnliche Freizügigkeit wie in der EU. So könnten Flüchtlinge aus Sierra Leone oder Liberia zumindest in der Region leben und arbeiten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)