18. Juni 2012

"Rio +20": Ex-UNO-Klimasekretär Yvo de Boer rechnet nur mit kleinen Ergebnissen

Der "Rio +20"-Umweltgipfel ab Mittwoch wird viele Erwartungen enttäuschen. Das befürchtet Yvo de Boer, der bis 2010 das UNO-Klimasekretariat leitete. Er schreibt in der "Süddeutschen Zeitung", es sei unwahrscheinlich, dass in Rio wichtige Abkommen wie 1997 das Kyoto-Protokoll unterschrieben würden. Den Menschen sei zwar inzwischen klar, dass eine grüne Wirtschaft der einzige Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung sei. Aber solche Prozesse seien schwierig und langwierig.

Trotzdem glaubt de Boer, dass der Umweltgipfel eine Art Startschuss für die Wirtschaft werden könnte. Er rechnet mit kleineren Ergebnissen: zum Beispiel konkreten Nachhaltigkeits-Mindestanforderungen für Unternehmen und dem Beschluss, umweltschädliche Wirtschaftsprozesse künftig nicht mehr finanziell zu fördern.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)