18. Juni 2012
Dichtung und Wahrheit.
Damit haben sich deutsche Physiker beschäftigt - allerdings nicht mit der gleichnamigen Autobiographie von Goethe, sondern mit Dichtungen im wörtlichen Sinne. Sie fanden heraus, dass Gummiringe und andere Dichtungen zumindest theoretisch besser abdichten als bisher gedacht. Wie sie in einem Fachmagazin schreiben ("Physical Review Letters"), tritt keine Flüssigkeit mehr aus, sobald eine Oberfläche zu mehr als 42 Prozent vom nächsten Anschlussstück berührt wird. Bisherige Theorien hatten dafür einen Kontakt von mehr als 50 Prozent der Fläche vorhergesagt.
Der Hintergrund: Auf mikroskopischer Ebene hat jede Oberfläche kleine Unregelmäßigkeiten. Je enger und fester eine Gummidichtung darauf gepresst wird, desto größer ist die Kontaktfläche zwischen Dichtung und Oberfläche.
Daran, dass in Wahrheit aber trotzdem viele Dichtungen tropfen, werden die neuen Erkenntnisse wohl nichts ändern. Aber die Forscher hoffen, damit die Leckrate von Gummistopfen in Spritzen in Zukunft besser erfassen zu können.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)