18. Juni 2012
Rasterkraft-Mikroskope haben eine sehr hohe Auflösung. Sie tasten mit einer winzigen Spitze Objekte und Oberflächen ab, wie die Nadel eines Plattenspielers eine Schallplatte, und erzeugen so Bilder, auf denen sogar Atome sichtbar sind.
Ein ganz besonderes Rasterkraft-Mikroskop haben Forscher im vergangenen Jahr entwickelt. An der Spitze befindet sich eine Gaswolke aus Rubidium-Atomen, die auf fast minus 273,15 Grad Celsius abgekühlt ist, den absoluten Nullpunkt.
Forscher aus Deutschland berichten nun im Fachjournal "Nature Nanotechnology", dass sie mit diesem Mikroskop die Dispersionskräfte eines winzigen Objekts vermessen haben - eines Kohlenstoff-Nanoröhrchens. Diese sehr geringen Anziehungskräfte zwischen atomaren Teilchen sorgen unter anderem dafür, dass ein Gecko an einer Oberfläche festhaftet. In der Größenordnung von Geckofüßen konnte man auch bisher schon Messungen vornehmen, im Größenbereich von Kohlenstoff-Nanoröhrchen dagegen nicht.
Nanoröhrchen aus Kohlenstoff werden für viele verschiedene Einsatzzwecke erforscht. Unter anderem sollen sie die Eigenschaften von Kunststoffen verbessern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)