19. Juni 2012

Gema verzichtet auf erneute Anzeige gegen Anonymous-Hacker

Im Streit zwischen Anonymous-Hackern und der Gema gibt es eine Wende.

Die Musikrechtegesellschaft verzichtet überraschend darauf, die Hacker erneut beim Bundeskriminalamt anzuzeigen. Ende voriger Woche hatten Anonymous-Mitglieder die Gema-Seite lahmgelegt - zum zweiten Mal seit Dezember 2011. Die Gema hat die Attacke nach eigenen Angaben geprüft und dabei festgestellt, dass die Identität der Hacker nicht erfasst werden konnte. Am Freitag hatte eine Gema-Sprecherin noch das Gegenteil erklärt. Als Grund für den Verzicht auf eine Anzeige sagte sie jetzt, dass es zu keinen erheblichen Schaden gekommen sei. Nach dem Angriff im Dezember hatte die Gema ihre IT aufgerüstet.

In einem Online-Video hatten Anonymous-Aktivisten am Wochenende Stellung zu Razzien in mehr als 100 Wohnungen in Deutschland genommen. Darin drohten sie mit neuen Attacken. Man sei bereit, Opfer zu bringen, um weiter für frei zugängliche Informationen im Netz zu kämpfen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)