19. Juni 2012

Forscher warnen vor Erdbeben wegen Kohlendioxid im Boden

Kritiker der CCS-Technologie zur Entsorgung von Kohlendioxid erhalten neue Argumente.

Die Speicherung von CO2 in unterirdischen Lagerstätten könnte zu Erdbeben führen. Davor warnen Forscher der US-Universität Stanford in der Fachzeitschrift "PNAS". Sie schreiben, wenn verflüssigtes CO2-Gas in tiefe Quellen gepresst werde, könne der sogenannte Porendruck steigen. Geschehe dies in der Nähe bestimmter Verwerfungen wie Bruchstellen im Gestein, könnten eben Erdbeben ausgelöst werden. Kleinere Erschütterungen gab es den Wissenschaftlern zufolge bereits bei ähnlichen Techniken - zum Beispiel in den USA, als Abwasser in den Untergrund gepumpt wurde.

Mit der CCS-Technologie soll Kohlendioxid aus der Industrie unterirdisch entsorgt werden, um den Klimawandel zu bremsen. CO2 gilt als eines der Treibhausgase, die mitverantwortlich sind für die globale Erderwärmung. In Deutschland sind Versuche zu der Technik bisher häufig am Widerstand von Anwohnern und Umweltverbänden gescheitert.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)