19. Juni 2012
"Die täglichen Menschenerlebnisse sind die tiefsten, wenn man sie von der Gewohnheit befreit."
Diese Aussage wird dem 1880 in Klagenfurt geborenen Schriftsteller Robert Rudolf Matthias Musil zugeschrieben. Er gilt als einer der großen Erneuerer des Romans im 20. Jahrhundert. Aufmerksamkeit erlangte der gelernte Maschinenbauingenieur 1906 mit seinem Erstlingswerk "Die Verwirrungen des Zöglings Törless". Darin beschreibt er die Situation und Übergriffe in einem Internat für Jungen. In Erinnerung blieb Musil vor allem mit seinem Roman "Der Mann ohne Eigenschaften", an dem er fast zwei Jahrzehnte bis zu seinem Tod schrieb. Sein unvollendetes Werk wurde von seiner Witwe mit Unterstützung von Thomas Mann und Arnold Zweig veröffentlicht. Musil starb 1942 im Alter von 61 Jahren in Genf.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)