19. Juni 2012
Ob es das Elementarteilchen mit dem Namen "Higgs-Boson" tatsächlich gibt, erforschen Wissenschaftler des europäischen Kernforschungszentrums CERN in der Schweiz.
Es ist Teil des aktuellen Standardmodells der Teilchenphysik und wurde bisher nur theoretisch verhergesagt, aber experimentell noch nicht eindeutig nachgewiesen. Angeblich steht nun mit einer Wahrscheinlichkeit von "vier Sigma" fest, dass das Teilchen existiert - das steht zumindest im Blog eines US-Forschers. Mit dem kleingeschriebenen griechischen Buchstaben Sigma bezeichnet man in der Wissenschaft die sogenannte Standardabweichung. Bei den Daten des CERN, die für die Existenz des Higgs-Teilchens sprechen, könnte es sich im Prinzip auch um einen Zufall handeln. Je höher aber der Sigma-Wert ist, desto unwahrscheinlicher ist das. Zuletzt war die Rede von drei Sigma. Das bedeutet, die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es das Teilchen wirklich gibt, liegt bei mehr als 99 Prozent. Vier Sigma bedeutet eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 99,99 Prozent.
Der Direktor des CERN, Rolf-Dieter Heuer, hatte im April in einem Interview mit der Zeitung "Die Welt" angekündigt, fünf Sigma abwarten zu wollen, bis eine Entdeckung bekannt gegeben wird. Dann läge die Wahrscheinlichkeit bei weniger als eins zu zwei Millionen, dass die Entdeckung falsch ist.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)