19. Juni 2012
Für wissenschaftliche Erkenntnisse wird an mehreren Stellen gezahlt. Zunächst kostet die Forschung an sich Geld. Wird später ein Ergebnis in einem Fachjournal veröffentlicht, so muss der Leser außerdem für den Zugang zur Publikation zahlen.
Großbritannien will nun gegensteuern und "open access" fördern, also einen freien Zugang zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das besagt ein Bericht, den die britische Regierung in Auftrag gegeben hat. Demnach sollen dafür pro Jahr 50 bis 60 Millionen Pfund zur Verfügung gestellt werden. Das Geld solle unter anderem für die Gebühren verwendet werden, die beim "open access"-Veröffentlichen anfallen. Auch ältere Forschungsergebnisse sollen für die Öffentlichkeit leichter zugänglich gemacht werden. Der Übergang solle stufenweise erfolgen, um die Verleger wissenschaftlicher Fachzeitschriften nicht zu schädigen.
Eine der Autorinnen des Berichts sagte, wenn die EU und die USA es mit "open access" genau so ernst meinten wie Großbritannien, werde der Rest der Welt sich wahrscheinlich bald anschließen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)