19. Juni 2012
Die Zahl der festgestellten Medizinfehler ist gestiegen. Das zeigt eine neue Statistik von Gutachtern der Ärzteschaft.
2011 gab es demnach in 2.287 Fällen eine fehlerhafte Behandlung, Diagnose oder Patientenaufklärung, und damit 88 Fälle mehr als im Vorjahr. Auch die Zahl der Beschwerden von Patienten hat sich leicht erhöht, auf insgesamt mehr als 11.100.
Die Gesetzlichen Krankenkassen fordern nun bei ärztlichen Behandlungsfehlern mehr Rechte für die Patienten und eine sogenannte "abgeschwächte Beweislastumkehr". Demnach sollten Patienten nur belegen müssen, dass ein Behandlungsfehler vorliegt und dass sie einen Schaden erlitten haben. Im Zweifel müssten dann die Ärzte oder Kliniken beweisen, dass der Schaden nicht durch einen Behandlungsfehler entstanden ist.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)