20. Juni 2012

Britische Studie: Kinderbuchhelden ändern sich

Kinderbuchhelden sind auch nicht mehr die, die sie mal waren. Laut einer britischen Studie der Universität Worcester sterben viele klassische Helden der Kinderliteratur langsam aus. Die Wissenschaftler hatten 500 Kinder zwischen sieben und 14 Jahren befragt. Das Ergebnis: Robinson Crusoe und Pipi Langstrumpf stünden nicht mehr oben auf der Hitliste. Eines von fünf befragten Kindern war zudem überzeugt, dass Long John Silver ein Star aus "Fluch der Karibik" ist. Sogar Film-Klassiker seien nicht so hoch im Kurs: Ein Drittel habe Alice im Wunderland gesehen, knapp 40 Prozent Peter Pan. Mehr als die Hälfte dagegen die Filme aus der Harry Potter-Reihe.

Der Bücher-Blog des "Guardian" meint dazu: Dass "Gullivers Reisen" und "Huckleberry Finn" nicht zu den Favoriten der Befragten gehörten, sei verständlich: Es handle sich hier schließlich eher um Literatur für Erwachsene. Und die Geschichten von Peter-Rabbit-Erfinderin Beatrix Potter seien zwar großartig gezeichnet, aber schlecht erzählt. Aber ein gemeinsamer Favorit habe sich bei britischen Eltern und Kinder gefunden: Bücher von Roald Dahl. Der Brite hat zum Beispiel das Kinderbuch "Charlie und die Schokoladenfabrik" und "Der fantastische Mr. Fox" geschrieben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)