20. Juni 2012
Die Inder werden immer mehr. Nach derzeitigen Prognosen wird Indien in knapp 30 Jahren nach China die größte Volkswirtschaft sein. In einer Analyse für das GIGA-Institut schreibt der Sozialwissenschaftler Daniel Neff, dass der indische Arbeitsmarkt damit auf ein Problem zusteuere. Die Zahl der neuen Stellen werde nicht die Arbeitsplatznachfrage der wachsenden Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter decken können. Das hohe Wirtschaftswachstum habe sich nur bedingt positiv auf den Zuwachs an Arbeitsplätzen ausgewirkt. Seit fünf Jahren sei die Beschäftigtenzahl sogar leicht rückläufig.
Die Regierung steht Neff zufolge vor der Herausforderung, das Arbeitsplatzwachstum zu fördern. Die derzeitige indische Regierung erscheine allerdings handlungsunfähig. Die Bürokratie sei erstarrt und die Sozialprogramme wenig effektiv.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)