20. Juni 2012

Moorbirken als Klimasünder

Die Rolle von Bäumen wird oft positiv hervorgehoben, wenn es um die Bekämpfung des Klimawandels geht. Forscher der Universität Göteborg haben nun jedoch entdeckt, dass die Moorbirke da offenbar eine Ausnahme ist. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Tundra um das nordschwedische Abisko. Moorbirken geben der Untersuchung zufolge mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre ab als sie selbst einlagern. Zwar betrieben die Moorbirken Photosynthese und entzögen der Luft dadurch Kohlendioxid, das sie einlagerten. Beim Transport des Kohlendioxids zu den Wurzeln würden aber auch Zuckerarten freigesetzt. Und diese wiederum beschleunigten den Verwesungsprozess im Boden, bei dem klimaschädliche Gase enstünden. Teamleiter Robert Björk erklärte im Sveriges Radio, wenn sich die Baumgrenze nach oben verschiebe, wachse damit das Risiko, dass mehr Kohlendioxid freigesetzt werde. Denn die Moorbirken wachsen an der Grenze zwischen Wald und Tundra. Die Waldgrenze hat sich in der Vergangenheit immer wieder verschoben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)