21. Juni 2012

Menschen aßen schon vor 7.000 Jahren Joghurt

Milch macht müde Männer munter. Dieses geflügelte Wort galt auch schon vor 7.000 Jahren. Denn schon damals hielten die Menschen Kühe, um Milch zu gewinnen und diese zu Joghurt weiterzuverarbeiten. Das hat ein internationales Forscherteam mithilfe jahrtausendealter Tonscherben herausgefunden - oder besser gesagt: anhand der Fettrückstände, die sich daran befanden.

Wie die Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature" berichten, untersuchten sie gut 80 Scherben, die in der libyschen Sahara-Region gefunden wurden. Sie stammten aus der Zeit zwischen 8100 und 2600 vor unserer Zeitrechnung. Nach Angaben der Forscher fanden sich ab dem fünften Jahrtausend vor Christus Rückstände tierischer Fette. Die prähistorischen Menschen hätten aus der Milch vermutlich Joghurt gemacht, um sie besser verträglich zu machen. Ihnen fehlte nämlich das Enzym Laktase, das für den Abbau von Milchzucker notwendig ist.

Schon früher waren in der Sahara-Region Kunstwerke entdeckt worden, die Menschen beim Melken zeigten. Sie konnten aber nicht datiert werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)